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Wie geht das?

Wie geht das?
Damit der Arzt das Darminnere richtig sehen kann, muß der Darm zuvor gut gereinigt und von Speise- und Stuhlresten befreit sein. Am Tag vor der Untersuchung müssen sie dafür ein Abführmittel einnehmen und anschließend viel trinken, u.a. eine mineralhaltige Spüllösung, die dafür sorgt, dass der Darm nur noch klare Flüssigkeit ausscheidet. Diese Vorbereitung ist ungeheuer wichtig, da eine erfolgreiche, aussagekräftige Darmspiegelung nur bei gut gereinigtem Darm durchgeführt werden kann.
Die Untersuchung erfolgt mit einem sog. Endoskop. Das ist ein biegsamer Schlauch von etwa 1 cm Durchmesser, an dessen Spitze sich eine kleine Videokamera befindet. Die Spitze des Schlauches mit der Kamera ist beweglich, so dass nach Einführen des Schlauches in den Darm und Vorschieben alle Abschnitte des Darminneren auf einem Bildschirm eingesehen werden können. Um den Darm zu entfalten ist es notwendig, durch einen kleinen Kanal des Endoskops Luft in den Darm zu bringen. Die Darmspiegelung ist weitgehend schmerzarm, allerdings empfinden einige Patienten das Vorschieben des Endoskopes als recht unangenehm. Auf Wunsch können Sie zur Untersuchung ein Beruhigungsmittel bekommen, das Sie in einen leichten Dämmerschlaf versetzt, wodurch Sie von der Untersuchungen und irgendwelchen Unannehmlichkeiten gar nichts mitbekommen. Alternativ kann auch eine Akupunkturbehandlung durchgeführt werden, die das Auftreten von Schmerzen verhindert und zur Entspannung des Darmes beiträgt. Das Endoskop wird so weit vorgeschoben, bis der Übergang vom Dickdarm in den Dünndarm zu sehen ist. Mitunter werden etwa 20 – 30 cm des Dünndarms noch mit untersucht. Beim Zurückziehen des Endoskops wird die Darmwand noch einmal sorgfältig betrachtet. Werden auffällige Veränderungen im Darm gefunden ist es möglich, sofort Gewebeproben zu entnehmen oder Polypen zu entfernen. Die Untersuchung dauert insgesamt etwa 15 Minuten.